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Phytotherapie

Viele heute gebräuchliche Pharmaka sind pflanzlicher Herkunft. Unter Phytotherapie versteht man jedoch die Behandlung mit ganzen Pflanzen, Pflanzenteilen und deren Zubereitungen. Kennzeichnend für diese Form der Arzneimittel sind deren Mehr- und Vielfachstoffgemische, die in ihrer Gesamtheit eine Wirkeinheit bilden können. Grundsätzlich müssen an Phytotherapeutika die gleichen wissenschaftlichen Anforderungen wie an andere Wirkstoffe gestellt werden, allerdings sind dabei die den pflanzlichen Arzneien eigenen Charakteristika zu berücksichtigen.
Selbstverständlich sind Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit die Voraussetzung für eine Anwendung am Patienten. Ferner müssen Phytopharmaka frei von Schadstoffen (z. B. Pestiziden , Herbiziden oder Schwermetallen) sein. Durch Standardisierung der pharmakodynamisch aktiven Stoffe können die differierenden Wirkstoffkonzentrationen konstant gehalten werden.

Die therapeutische Breite von Phytotherapeutika ist meist groß. Unerwünschte Wirkungen sind selten, jedoch ist besonders auf Allergiesierungen sowie auf Photosensibilisierung zu achten. Phytotherapeutika haben ihr wesentliches Indikationsgebiet bei funktionellen Störungen, adjuvant können sie aber auch bei organischen Erkrankungen oft erfolgreich eingesetzt werden.

Die Homöopathie, die größtenteils Mittel pflanzlichen Ursprungs verwendet, wird von ihren maßgebenden Vertretern ausdrücklich nicht unter die Naturheilverfahren eingereiht, sondern als ein spezielles therapeutisches Prinzip betrachtet.